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3-Phasen-Implantologie in Dortmund: Alles unter einem Dach

7 Min. Lesezeit
ImplantologieGuided SurgeryDortmundOralchirurgie

Warum Implantologie heute anders funktioniert

Zahnimplantate gehören zu den am besten dokumentierten Verfahren der modernen Zahnmedizin. Laut der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) werden in Deutschland jährlich rund 1,3 Millionen Implantate gesetzt (Quelle: DGI, Weißbuch Implantologie, 2024). Die Tendenz ist steigend, die Verfahren werden präziser, und die Langzeitergebnisse sind überzeugend: Zehnjahres-Überlebensraten von 95 bis 97 Prozent sind in der Literatur gut belegt (Quelle: 11. Europäischer Konsensus-Workshop, EFP/EREN, 2024).

Was sich allerdings weniger verändert hat, ist der Ablauf für den Patienten. In vielen Fällen sieht er so aus: Der Hauszahnarzt stellt den Befund, überweist an einen Oralchirurgen oder eine Klinik, dort wird das Implantat gesetzt, und für die prothetische Versorgung — also die Krone, Brücke oder Prothese auf dem Implantat — geht es zurück zum Hauszahnarzt oder zu einem dritten Behandler. Drei Orte, drei Terminkalender, drei verschiedene Kommunikationswege.

Bei Pul's Zahnmedizin im WiloHealthCube am Wilopark 15 in Dortmund haben wir diesen Ablauf grundlegend neu gedacht. Unser 3-Phasen-Konzept vereint digitale Planung, chirurgische Implantation und prothetische Restauration an einem Standort — ohne externe Überweisungen, ohne Informationsverluste, ohne unnötige Wege.

Das 3-Phasen-Konzept im Detail

Phase 1: Digitale Diagnostik und Implantatplanung

Jede Implantation beginnt mit einer präzisen Analyse. Dr. Pul erstellt zunächst eine dreidimensionale Volumentomographie (DVT), die den Kieferknochen, die Nervverläufe, die Kieferhöhle und die angrenzenden Zahnstrukturen in hoher Auflösung darstellt. Ergänzt wird diese Aufnahme durch einen digitalen Intraoralscan, der die Zahnoberflächen und das Weichgewebe submillimetergenau erfasst.

Auf Basis dieser Daten erfolgt die computergestützte Implantatplanung. In einer spezialisierten Planungssoftware wird das Implantat virtuell im Kiefer positioniert — unter Berücksichtigung des verfügbaren Knochenvolumens, des Abstands zu anatomischen Strukturen und der späteren prothetischen Versorgung.

Der entscheidende Punkt: Die Planung erfolgt rückwärts, von der fertigen Krone aus. Das bedeutet, dass die Position des Implantats nicht nur chirurgisch sinnvoll ist, sondern auch prothetisch optimal — für eine Krone, die funktionell und ästhetisch dort sitzt, wo sie hingehört.

Das Ergebnis dieser Planung ist eine Guided Surgery Bohrschablone: ein individuell gefertigtes Template, das während der Operation auf den Kiefer gesetzt wird und die exakte Position, den Winkel und die Tiefe der Implantatbohrung vorgibt. Der Chirurg arbeitet damit nicht frei Hand, sondern wird durch die Schablone millimetergenau geführt.

Phase 2: Chirurgische Implantation durch den Fachzahnarzt

Die eigentliche Implantation übernimmt ein Fachzahnarzt für Oralchirurgie, der regelmäßig in unserer Praxis am Wilopark 15 tätig ist. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu vielen Praxen: Der Patient bleibt an seinem gewohnten Behandlungsort, in einer bekannten Umgebung, mit einem Team, das seinen Fall kennt.

Der Oralchirurg setzt das Implantat unter Verwendung der in Phase 1 erstellten Guided Surgery Schablone. Die navigierte Chirurgie hat mehrere dokumentierte Vorteile gegenüber der Freihand-Implantation:

  • Geringere Abweichung: Studien zeigen, dass die navigierte Implantation die Abweichung an der Implantatspitze auf durchschnittlich 1,2 Millimeter reduziert, gegenüber deutlich höheren Werten bei der Freihand-Methode (Quelle: International Journal of Oral & Maxillofacial Surgery, Metaanalyse computergestützte Implantologie, 2023).
  • Minimalinvasives Vorgehen: Durch die präzise Führung kann der Eingriff häufig ohne großflächige Schnitte durchgeführt werden, was die Schwellung reduziert und die Heilung beschleunigt.
  • Schonung anatomischer Strukturen: Nervkanäle und Kieferhöhlen werden durch die Planung im DVT berücksichtigt und während des Eingriffs durch die Schablone geschützt.

Dr. Pul ist bei der Implantation anwesend und steht in direktem Austausch mit dem Oralchirurgen. Die Befunde, die Planung und die prothetischen Anforderungen werden nicht per Überweisungsbrief kommuniziert, sondern im Team besprochen — vor, während und nach dem Eingriff.

Phase 3: Prothetische Restauration durch Dr. Pul

Nach der Einheilphase des Implantats — in der Regel drei bis sechs Monate, je nach Knochenqualität und Lokalisation — beginnt die prothetische Versorgung. Dr. Pul erstellt die finale Krone, Brücke oder implantatgetragene Prothese.

Dabei kommt unser volldigitaler Workflow zum Tragen: Der Intraoralscan erfasst die exakte Position des eingeheilten Implantats, die Restauration wird digital designt und in vielen Fällen direkt in der Praxis gefertigt.

Der Vorteil der Einheit von Planung und Prothetik ist messbar: Da Dr. Pul das Implantat bereits in Phase 1 unter prothetischen Gesichtspunkten geplant hat, stimmen Position, Achsneigung und Emergenzprofil des Implantats exakt mit der geplanten Restauration überein. Es gibt keine Kompromisse, die entstehen, wenn Chirurg und Prothetiker unterschiedliche Vorstellungen haben.

Warum alles unter einem Dach einen Unterschied macht

Das 3-Phasen-Konzept ist kein Marketingbegriff. Es löst ein konkretes Problem, das Patienten und Behandler seit Jahren kennen:

Informationsverlust: Wenn ein Patient von Praxis A zu Praxis B überwiesen wird, gehen Informationen verloren — trotz Arztbrief, trotz Röntgenbilder auf CD. Nuancen der klinischen Situation, die mündliche Erklärung des Patienten, die Feinheiten der Knochenstruktur im DVT. Bei uns bleiben alle Daten in einem System, alle Beteiligten haben Zugriff auf dieselben Befunde.

Terminkoordination: Drei Behandler an drei Standorten bedeuten drei Terminkalender, die synchronisiert werden müssen. Wartezeiten von Wochen oder Monaten zwischen den Phasen sind keine Seltenheit. Bei uns erfolgt die gesamte Behandlung am Wilopark 15, koordiniert durch ein Team.

Verantwortung: Wenn mehrere Behandler an verschiedenen Orten beteiligt sind, kann die Frage der Verantwortung bei Komplikationen komplex werden. Bei uns liegt die Koordination in einer Hand — von der ersten Diagnostik bis zur letzten Kontrolle.

Unser Standort: WiloHealthCube in Dortmund

Pul's Zahnmedizin befindet sich im WiloHealthCube am Wilopark 15 in Dortmund, im Quartier Phoenix-West. Der WiloHealthCube ist ein modernes Gesundheitszentrum, das kurze Wege zwischen verschiedenen Fachdisziplinen ermöglicht.

Für Patienten aus Dortmund und dem gesamten Ruhrgebiet bedeutet das: spezialisierte Implantatversorgung ohne Überweisungsumwege, mit digitaler Planung, fachzahnärztlicher Chirurgie und prothetischer Expertise an einem Ort.

Mehr über unser gesamtes Leistungsspektrum erfahren Sie auf unserer Implantologie-Seite und auf der Seite zur Oralchirurgie in unserer Praxis. Einen Überblick über das Spezialistenzentrum finden Sie ebenfalls auf unserer Website.


Haeufig gestellte Fragen

Was ist Guided Surgery und wie unterscheidet sie sich von herkömmlicher Implantation?

Guided Surgery bedeutet, dass das Implantat nicht frei Hand, sondern mithilfe einer individuell gefertigten Bohrschablone gesetzt wird. Diese Schablone wird auf Basis eines DVT und eines digitalen Scans am Computer geplant und gibt dem Chirurgen Position, Winkel und Tiefe der Bohrung exakt vor. Im Vergleich zur Freihand-Methode reduziert sich die Abweichung an der Implantatspitze signifikant, was insbesondere in anatomisch anspruchsvollen Regionen — etwa in der Nähe des Unterkiefernervs — einen messbaren Sicherheitsvorteil bietet.

Warum operiert nicht Dr. Pul selbst, sondern ein Oralchirurg?

Die Implantation ist ein chirurgischer Eingriff, der in den Fachbereich der Oralchirurgie fällt. Ein Fachzahnarzt für Oralchirurgie hat eine mehrjährige Zusatzausbildung in chirurgischen Verfahren absolviert. Dr. Pul ist spezialisiert auf die digitale Planung und die prothetische Versorgung — also die Phasen, die über den langfristigen Erfolg und die Ästhetik des Ergebnisses entscheiden. Diese Arbeitsteilung nach Kompetenz ist ein Qualitätsmerkmal, kein Nachteil.

Wie lange dauert die gesamte Behandlung vom DVT bis zur fertigen Krone?

Das hängt von der individuellen Situation ab. Die Planungsphase dauert in der Regel ein bis zwei Wochen. Nach der Implantation folgt eine Einheilphase von drei bis sechs Monaten. Die prothetische Versorgung kann dann häufig in ein bis zwei Terminen abgeschlossen werden. Insgesamt ist mit einem Zeitraum von vier bis acht Monaten zu rechnen. Bei Bedarf kann während der Einheilphase ein ästhetisch ansprechendes Provisorium getragen werden.

Ist die navigierte Implantation schmerzhafter als eine herkömmliche?

Nein, im Gegenteil. Da die Guided Surgery Schablone den Eingriff präzise führt, kann häufig minimalinvasiv gearbeitet werden — ohne großflächige Schnitte und mit weniger Gewebetrauma. Patienten berichten in der Regel über weniger Schwellung und eine schnellere Erholung als bei konventionellen Verfahren. Der Eingriff selbst erfolgt unter lokaler Betäubung und ist nicht schmerzhaft.

Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Zahnimplantate?

Gesetzliche Krankenkassen zahlen einen befundorientierten Festzuschuss für Zahnersatz, unabhängig davon, ob ein Implantat oder eine andere Versorgung gewählt wird. Das Implantat selbst und die chirurgische Leistung sind Privatleistungen. Der Festzuschuss deckt in der Regel einen Teil der Gesamtkosten. Wir erstellen vor Behandlungsbeginn einen detaillierten Heil- und Kostenplan, den Sie bei Ihrer Krankenkasse zur Genehmigung einreichen können.


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